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Es gibt fünf Zahlen, die Ethereum erklären: Smart Contracts, Dapps, Nodes


Nicht die älteste, aber eine der vielseitigsten Blockchains: Ethereum gibt es seit 2015. Die Kryptowährung baut auf den großen Bruder Bitcoin auf, kann aber deutlich mehr – Ethereum ist programmierbar. So kann die Blockchain nicht nur für Token verwendet werden, sondern es können auch dezentrale Anwendungen auf ihr entwickelt und betrieben werden – zum Beispiel Finanzdienste, Spiele oder soziale Netzwerke.

Aber fangen wir vorne an. Wie ist Ethereum aufgebaut? Wie groß ist es und was kann es? Wir erklären fünf Zahlen zur Blockchain, die das beantworten.

1. 12.000 Nodes, die alles über die Blockchain wissen

Das Ethereum-Netzwerk ist dezentral angelegt. Das bedeutet, dass die Software für Ethereum auf vielen verschiedenen Computern läuft. Sie heißen Nodes und es gibt etwa 12.000 davon, wobei diese Anzahl schwankt. Laut Etherscan werden in Amerika und Deutschland die meisten Nodes betrieben: Etwa 60 Prozent in den USA und 15 Prozent in Deutschland.

Nodes verifizieren neue Blöcke und Transaktionen im Netzwerk, sorgen also dafür, dass niemand falsche Daten auf der Blockchain einträgt. Um eine Node zu betreiben, braucht es einen Ethereum-Client, eine Anwendung.

Es gibt drei Arten von Nodes: Full, Light und Archive. Eine Full-Node speichert alle Blockchaindaten, die es gibt. Light-Nodes haben hingegen weniger Kapazitäten und speichern nur Teile der Chain. Archive-Nodes speichern wie ein Full-Node alles und zusätzlich historische Daten.

2. 122 Millionen Ether stecken in Wallets

Um die 1.800 US-Dollar kostet ein Ether laut Coinmarketcap aktuell (Stand: Anfang August 2023). Doch wer in die Kryptowährung investieren will, muss nicht so viel Geld aufbringen. Die kleinste Ether-Einheit, die käuflich ist, ist 0,000000000000000001 Ether. Umgerechnet wäre das nur ein Bruchteil eines Eurocents.

Während Bitcoin auf 21 Millionen Coins gedeckelt ist, gibt es bei Ethereum keine solche Obergrenze. Aktuell sind 122.373.866 Ether im Umlauf, wie Coinmaketcap angibt.

3. 50 Millionen Verträge, die sich selbst ausführen

Anders als das Wort vermuten lässt, denken Smart Contracts nicht mit. Im Gegenteil: Sie sind ein lebloses Stück Code, das eine vordefinierte Funktion ausführt. Ein Smart Contract besteht aus Anweisungen und Daten, die sich an einer bestimmten Adresse in der Blockchain befinden.

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Smart Contracts verfügen über ein Ethereum-Konto, das gefüllt werden und Überweisungen ausführen kann. Das funktioniert allerdings alles automatisch – wie vorher programmiert. Sie können so mit anderen Ethereum-Konten interagieren, die von Menschen oder Smart Contracts gesteuert werden.

Die Contracts werden verwendet, um Berechnungen durchzuführen, Währungen zu erzeugen, Daten zu speichern, NFT zu prägen, Mitteilungen zu senden, Grafiken zu erstellen und vieles mehr. Über 52 Millionen Smart Contracts soll es geben.

4. 250.000 Dollar für Spürnasen

Bis zu 250.000 Dollar zahlt die Ethereum Foundation an Menschen, die einen Fehler finden: Mit dem Bug Bounty Program  sollen Fehler im Protokoll, Client und dem Soliditycode gefunden werden. Die Belohnungen hat die Ethereum Foundation ausgelobt, um das Netzwerk zu verbessern.

Die Prämien für gemeldete Fehler variieren dabei je nach Schweregrad, also den Auswirkungen auf das Netzwerk und der Wahrscheinlichkeit. Höher fallen die Belohnungen aus, wenn die Fehler klar beschrieben werden, reproduzierbar sind oder eine Lösung mitgeliefert wird. Besonders erfolgreiche Bug-Jäger:innen führt die Ethereum Foundation in einer Bestenliste auf.

5. 1.700 dezentrale Tools, Dienste und Geschäftsmodelle

Wallets, Spiele, Exchanges oder Defi: Dezentrale Apps bringen Leben auf die Ethereum-Blockchain. 1.665 verschiedene Dapps zählt die Seite dapp.com.

Da die Blockchain Open Source ist, kann jeder mit Solidity-Vorkenntnissen eine eigene Dapp entwickeln. Hinter den Dapps steckt ein Backend-Code – ein Smart Contract, der auf dem dezentralen Netzwerk liegt. Die Blockchain fungiert als Speicher für die Daten, während der Smart Contract die App-Logik vorgibt.

Sobald eine Dapp installiert ist, kann sie nicht mehr verändert werden. Kontrolliert werden die Anwendungen nicht durch Menschen oder Unternehmen, sondern durch den Smart Contract.

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Author: Raymond Romero

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